Kindergärten und  Schulzentren Wohlen AG

Schulportrait - Bezirksschule Halde

Die Bezirksschule Wohlen ist eine Schule mit grosser Tradition. Sie besteht seit 1835, dem Gründungsjahr der Aarg. Bezirksschulen. Mit 528 Schülerinnen und Schülern in 19 Abteilungen erreichte sie im Schuljahr 1974/75 den zahlenmässigen Höhepunkt, bevor 1976 die Bezirksschule Dottikon eröffnet wurde. Die Tradition bildet sich auch im Verein Ehemaliger Bezirkschülerinnen und –schüler ab, der knapp 600 aktive Mitglieder umfasst. Weitere Informationen dazu erhalten Sie weiter unten auf dieser Seite (vgl. Klappbalken-Element).

Weil unsere Schule im Verlaufe der letzten Jahre stetig gewachsen ist, mussten ab dem Schuljahr 2010/2011 am Oberdorfweg Klassenzimmer zugemietet werden. Im Schuljahr 2013/2014 wuchs die Abteilungszahl auf 23, vier Klassen wurden am Oberdorfweg unterrichtet. Auf Beginn des Schuljahres 2014/2015 und mit der Umstellung auf 6/3 besuchen 387 Schülerinnen und Schüler in 17 Klassen die Bezirksschule Wohlen. Sie werden von 50 Lehrpersonen unterrichtet. Neu sind zwei Zimmer der Bezirksschule durch den Kindergarten Schulweg 1 und 2 belegt. 2 Klassen müssen weiterhin am Oberdorfweg unterrichtet werden. Wir nützen dieses Provisorium mit den grosszügigen Räumen aber für den Pilotversuch Lernlandschaft.

Die Bezirksschule erfüllt im Kanton Aargau die Funktion eines Progymnasiums. Das zeigt sich auch in der Ausbildung der Lehrpersonen an der Bez Wohlen: 13 haben die Lehrberechtigung für eine Mittelschule, vier unterrichten gleichzeitig an der Kantonsschule Wohlen. 11 haben das Studium an einer Hochschule mit dem Lizenziat abgeschlossen. Rund 40 % der Abgängerinnen und Abgänger der Bezirksschule Wohlen besuchen im Anschluss eine Mittelschule, davon rund die Hälfte die Kantonsschule. Die Durchlässigkeit im aargauischen Schulwesen ist hoch, vor allem auch von unten nach oben. In den letzten Jahren wechselten pro Jahr 10 bis 12 Schülerinnen und Schüler (ca. 10%) von der 3. Sekundarschule in die 3. Klasse der Bezirksschule. Und dies meist mit sehr gutem Erfolg. Aber auch von der 1., 2. und 4. Sekundarschule wechseln regelmässig Schülerinnen und Schüler an die Bezirksschule.

Eine Stärke der Bezirksschule Wohlen ist ihr kulturelles Engagement. Die zur Tradition gewordenen Konzerte sind sehr beliebt und werden immer von sehr vielen Zuschauerinnen und Zuschauern besucht. 2013 begeisterten über 100 Schülerinnen und Schüler das Publikum unter dem Konzertmotto "Best of" im Casino Wohlen. Für sein besonderes Engagement wurde unser Musiklehrer Adrian Heimgartner zum ersten Träger des Wohler Kulturpreises.

Leitbild der Bezirksschule


Vision

  • Die Bezirksschule Wohlen ist ein von gegenseitigem Respekt geprägter Lebens- und Lernraum.
  • Sie ermöglicht allen Beteiligten, ihr fachliches und menschliches Potenzial nachhaltig auszuschöpfen.

Lehren und Lernen

  • Unsere Unterrichtsplanung fördert das Lernen der Schülerinnen und Schüler und berücksichtigt ihre Belastungssituation.
  • Wir fordern und fördern die Schülerinnen und Schüler nach ihren Möglichkeiten.
  • Wir gestalten die Lernprozesse so, dass die Schülerinnen und Schüler selbstständig werden.
  • Wir beurteilen in erster Linie förderorientiert und transparent.

Lebensraum Schule

  • Die Atmosphäre an unserer Schule ist geprägt durch gegenseitige Achtung, Freundlichkeit und Herausforderung.
  • Wir pflegen gemeinsam gestaltete Anlässe und fördern dadurch die Identifikation mit unserer Schule.

Beziehungsgestaltung

  • Wir sind offen und transparent in unserer Tätigkeit.
  • An unserer Schule pflegen wir (Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler, Eltern) ein Klima der gegenseitigen Wertschätzung.

Personal

  • Wir sehen die Vielfalt der Lehrerpersönlichkeiten und die Zusammenarbeit in unserem Kollegium als Chance.
  • Wir sind engagiert und offen in der Auseinandersetzung mit pädagogischen, fachlichen und gesellschaftlichen Fragen.

Qualität

  • Wir sorgen für eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Schule.
  • Die Zusammenarbeit im Kollegium (z.B. in Fachgruppen) ist wichtiger Träger unserer schulischen Entwicklungsarbeit.

Projektfilm - die Bezirksschule stellt sich vor (2017)


screen video bezirksschule projekt 2017

Verein ehemaliger Bezirksschülerinnen und Bezirksschüler


Der Verein Ehemaliger der Bezirksschule Wohlen wurde 1951 gegründet. Der Zweck des Vereins ist in seinen Statuten begründet: „Der Verein Ehemaliger der Bezirksschule Wohlen, mit Sitz in Wohlen, hat den Zweck, das Interesse an der Bezirksschule wachzuhalten, diese ideell und finanziell zu unterstützen und die Freundschaft unter den ehemaligen Schülerinnen und Schülern im Rahmen seiner Möglichkeiten zu pflegen.“

Die Liste der Zuwendungen wiederspiegelt die Zeiten. Am Anfang standen Unterrichtsmittel im Zentrum der Bedürfnisse: REVOX-Tonbandgerät, Grammofon-Anlage in der Aula, Tonfilm-Projektor, Farbfernseher (!), Vitrinen für Spezial-Sammlung, Projektor für Texte und Bilder, Brennofen, Musiksammlung CD‘s.

In der jüngeren Vergangenheit kamen die Zuwendungen den Schülerinnen und Schülern direkt zugute: Garderobekästchen, Unterstützung für Konzerte und Theater, und (endlich) ein Aufenthaltsraum.

Allein seit 1973 konnte der Verein der Bezirksschule mehr als 120‘000 Fr. überweisen.

Alle drei Jahre findet eine Generalversammlung inkl. gemütlichem Beisammensein und generationenübergreifenden Gesprächen statt. An der GV 2019 trafen sich Mitglieder zwischen den Jahrgängen 2002 und 1936.

Sind Sie dabei? Dann senden Sie uns bitte ein Mail mit Ihrer Nachricht oder Anmeldung auf/an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu. Wir freuen uns auf Sie.

Gründer der Bezirksschule Wohlen AG


Johann Peter Bruggisser
hat während dreissig Jahren die Entwicklung des Schulwesens in Wohlen wesentlich geprägt und bei der Gründung der Bezirksschule eine entscheidende Rolle gespielt. Was wissen wir über ihn?

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Er wurde am 26. Juli 1806 als Sohn des Martin Bruggisser, des Begründers der Strohflechtereifirma Martin Bruggisser & CO., und der Maria Anna Isler in Wohlen geboren. Vom 7. bis 11. Lebensjahr besuchte er die Dorfschule, an der damals zuerst zwei, dann drei Lehrer tätig waren: Rudolf Isler von 1785-1838, dessen Bruder Andreas Isler von 1790-1821 und Josef Ulrich Wohler von 1813-1835. Dann bereitete ihn sein Onkel, Pfarrer Martin Isler in Bettwil, auf den Besuch des Lyceums in Luzern vor. Zwei Jahre später begab er sich nach Solothurn, um dem Wunsch seiner Eltern entsprechend Theologie zu studieren; bald aber teilte er diesen mit, er wolle Jurist werden. Dann wurde er Schüler des "Lehrvereins" in Aarau. Vermutlich waren es die in Aarau unter I.P.V. Troxler und H. Zschokke empfangenen Anregungen, die seine lebhaften politischen Interessen weckten. Wohlen stellte damals zwei Studenten: Johann Peter und seinen Vetter Kaspar Leonz Bruggisser, später Dr. jur., radikaler Mitstreiter und Gerichtspräsident in Laufenburg (1807-1848). In München, Heidelberg und Freiburg i. Breisgau studierte der junge Freiämter Rechts- und Staatswissenschaften. Nach dem Studium, der Staatsprüfung und der Patentierung praktizierte er fünf Jahre bei Fürsprech Bertschinger in Lenzburg.

1830 beteiligte er sich, eben 24 geworden, an der Staatsumwälzung. Er unterzeichnete mit anderen die Eingabe an die Regierung, die die Beschlüsse der grossen Volksversammlung von Wohlenschwil vom 7. November enthielt.

Am 4. Dezember nahm er an der denkwürdigen Versammlung der Führer der Bewegung im "Sternen" in Wohlen teil. Heinrich Fischer von Merenschwand und eine Minderheit waren bereit, ihr "Recht" mit der Waffe zu erzwingen; beide Bruggisser wollten mit der Mehrheit abwarten. Vergebens; am 5. Dezember versammelten sich 5'000-6'000 aufrührerische Freiämter auf dem Feld zwischen Wohlen und Villmergen; das Unternehmen, das unter dem Begriff "Freiämtersturm" in die Aargauer Geschichte einging, nahm seinen Lauf. Die beiden Vettern Bruggisser nahmen teil, spielten eine führende, mässigende Rolle und dies unter folendem Protest: "Die Unterzeichneten erklären hiermit feierlich, dass sie keinen Anteil an dem jetzt wütenden Volksaufstande nehmen, noch genommen haben, und wenn sie sich dennoch demselben anschliessen mussten, dies allein aus Furcht und Zwang geschieht; denn seit mehr als 24 Stunden schweben die Signanten in Todesgefahr, aus dem Grunde, weil sie die Gemüter zu beruhigen strebten, und Tod droht uns in diesem Augenblick von tausend Händen, wenn wir dem Zuge nicht zu folgen versprechen.

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Wohlen, den 5. Dezember 1830 , Morgens halb 9 Uhr. Dr. Bruggisser / J.P. Bruggisser

Dass dieser bunte Haufen "freiwillig die beste Mannszucht hielt", wurde vor allem den beiden Bruggisser und Gemeindeammann Geissman von Wohlenschwil zugeschrieben.
1831 wurde J.P. Bruggisser in den Verfasungsrat gewählt; im Verfassungsrat von 1840 war er Berichterstatter, im Verfassungsrat von 1851 Vizepräsident. Von 1832-1840 wirkt er als Gerichtspräsidents des Bezirks Bremgarten, später dann manches Jahr als Oberrichter. Als überzeugter Liberaler spielte er im Grossen Rat, dem er von 1831 bis 1858 angehörte und den er viermal präsidierte, oft eine entscheidene Rolle. Nach 1836 riet er oft an die Adresse der Radikalen zur Mässigung und trat für Gesten der Versöhnung ein; so setzte er sich energisch der Bildung von Freischarenzügen (Jesuitenfrage, Sonderbund) entgegen.

In seiner Präsidialrede von 1850 warnte er vor Neuerungen, die "mit unserer Geschichte und den Lehren der Erfahrung im Widerspruch" stünden. Auch aus seinem Freundeskreis wird überliefert, für ihn seien die "geschichtliche Erfahrung und das Leben selbst leitende Wissenschaften" gewesen. Auf eidgenössischer Ebene trat er 1845 als Tagsatzungsabgeordneter (vom Grossen Rat gewählt) in Erscheinung. 1848 gehörte er dem ersten Nationalrat des neuen Bundesstaates an und blieb es bis 1860.
Sein Einsatz für die Wohler Schulen begann gleich nach 1830. Bei der Zuweisung der Staatsbeiträge an das Schulwesen war Wohlen leer ausgegangen. Der junge Anwalt Bruggisser rechnete aus, dass der Zins der nicht bezahlten Beiträge 400 Fr. alter Währung betrug, fing auf eigene Faust einen Prozess an gegen den Kanton Aargau und gewann ihn. Damit hatte er jedem Lehrer einen Besoldungserhöhung von 100 Fr. (von 700 auf 800 Fr.) erwirkt. Am 10. Dezember 1835 konstituierte sich, gestützt auf das Schulgesetz 1835, in Wohlen die erste Schulpflege:

Präsidenten der Schulpflege (von 1835 bis 1873 gab es eine spezielle Bezirksschulpflege)

1835 - 1841

Johann Peter Bruggisser, Fürsprech, Grossrat von 1831-1858 (Präsident 1838 und 1850), Tagsatzungsabgeordneter 1845, Oberrichter, Nationalrat 1848-1860. Er ist bei der Gründung und der Neugründung die treibende Kraft.

1854 - 1860

Johann Peter Bruggisser

1860 - 1862

J. Isler, alt Bezirksamtmann

1862 - 1872

Dr. med. Anton Bruggisser (Sohn des Gründers)

1873 - 1879

Dr. med. Anton Bruggisser als Präsident der Gesamtschulpflege

1880 - 1889

Robert Bruggisser (Gemeindeammann 1888-1896)

1889 - 1897

Joseph Nietlisbach, Pfarrer, Dekan und Domherr

1897 - 1901

Jakob Meyer-Wildi, Bezirksrichter, Gemeindeammann 1912-1913

1902 - 1906

Dr. Walter Bruggisser (Sohn des Dr. med Anton Bruggisser)

1906 - 1922

Dr. jur. Albert Furter

1923 - 1935

Alfred Peter Bruggisser (Sohn des Dr. med. Anton Bruggisser)

1935 - 1936

Dr. Paul Schirmer

1936 - 1941

Dr. med. Hugo Müller

1942 - 1955

Dr. med. Hans Candinas

1956 - 1960

Viktor Wendelspiess

1961 - 1971

Hans Merz

1972 - 1973

Ruth Weber-Michel

1974 - 1981

Fritz Isler

1982 - 1985

Jaques Sauter

1986 - 1993

Marianne Piffaretti

1994 - 2001

Urs Käppeli

2002 -

Dr. Josef Sachs

1) 1906 wurde von der Schulpflege ein Zweijahresturnus eingeführt, nach 1918 wieder aufgegeben.
2) Das Schulgesetz brachte die Beschränkung auf 2 Amtsperioden à 4 Jahren.

J. P. Bruggisser wurde ihr erster Präsident. Nach der Eröffnung der Bezirksschule, an deren Gründung er massgebend beteiligt war, übernahm er den Vorsitz der Bezirksschulpflege, setzte sich energisch ein für den Bau des Schulhauses (1854) und, sobald im neuen Schulhaus in der Halde Raum zur Verfügung stand, gelang ihm und seinen Gesinnungsfreunden die Neueröffnung der Bezirksschule, die 1841 eingegangen war.

Als Johann Peter Bruggisser am 8. Januar 1870 im Alter von 63 jahren starb, widmete ihm die einzige damals existierende Wohler Zeitung, "Die Freiämterstimmen", einen umfangreichen Nachruf, der sich auf Mitteilungen eines engen Freundes Bruggissers, des Gerichtspräsidenten Nauer von Bremgarten, stützt. Daran angelehnt, sei der Versuch gewagt, dem Menschen J.P. Bruggisser näherzukommen.

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In früher Jugend zart und schwächlich, zeigte der Knabe früh vielversprechende geistige Gaben. Vor allem Rechnen machte ihm Spass. Wer ihn nicht genug kannte, hielt ihn für gemütskarg und streng. Über seine Ehe (1830) mit Anna Maria Isler lesen wir dann allerdings: "Kaum ist eine Frau inniger und herzlicher geliebt worden. War sie doch schon während der Studienjahre das Ideal des Verlobten, der um ihretwillen der Brüder wilden Reigen floh und selten mehr als eine kurze halbe Stunde den Vereinsabenden widmete." 1842, ein Jahr nach der Klosteraufhebung, verlor er seine Frau. "Grund ihres Todes war die Brutalität, mit der Masslosen damals die schwangere Frau traktierten, der sie sogar die gezogenen Pistolen auf die Brust setzten. Die Mishandelte erlebte mit Not den Frühling des Jahres 1842." - Er sprach klar, knapp, sachlich."Er war weder ein Schön- noch Vielredner", aber er pflegte stets den Nagel auf den Kopf zu treffen.

Im Grossen Rat wartete er gewöhnlich, bis "ein Wortwirrwarr und Gedankenchaos" entstanden war, "dann trat Bruggisser wie ein deus ex machina aus den Hintergrund hervor und führte am Ariadenfaden die Irregegangenen aus dem Labyrinth heraus." Im politischen Kampf beleidigte er nie in Böser Absicht, doch wurde er persönlich angegriffen, "dann wehe dem Wiederpart, er durfte sich auf einen Hagel von Pfeilen gefasst machen. "Ein intelligenter Pragmatiker, der schnell komplizierte Zusammenhänge durchschaut, logisch analysiert, klar formuliert und mit einer enormen Arbeitskraft durchzusetzen versucht, was ihm richtig erscheint. 1870 lautet das so: "Bruggisser war überhaupt in den Grundzügen seines Charakters ein Amerikaner, der stets bei jedem Ding fragt, was nützt es, ist's zu etwas tauglich? Dass bei ihm der Verstand vorherrschte und sich nicht unter den Pantoffel der Sentimentalität zwingen liess, ist Tatsache", doch wer ihm "tieferes Gefühl und echte Menschlichkeit" absprechen wollte, täte ihm unrecht. Vielen Bedrängten half er ohne Aufhebens aus Not und Bedrängnis." Die schönen Künste fanden in ihm keinen geschickten Verehrer; die künstliche Oper und das laute Klavierspiel scheinen sein Ohr unangenehm berührt zu haben" , "von der Musik war ihm die Volksweise am zugänglichsten"; von den Tänzen verstand er nur den "Hopser", eine Schwäche, die vom Volk, das ihn liebte, oft zu lustigem Spass benutzt wurde."Als Gesellschafter, erwa in der Fastnachtszeit, war er "offen, heiter voll kaustischen Humors und sarkastischen Witzes". - Ein Mann dieser Art wird in barocken, rückständigen Wohlen von damals wenig vertraute Freunde gehabt haben. Sein Zeitungsbiograph erwähnt denn auch als solche etwa Alois Latour (Regierungsrat in Graubünden), Regierungsrat Gräfli aus dem Thurgau, Augustin Keller, Doktor Weibel, Gerichtspräsident Nauer und andere Vorkämpfer aus den Dreissiger - und Vierziger Jahren. Wie oft, war erst das Leichenbegräbnis der späte markante Ausdruck der Dankbarkeit für den bedeutendsten Politiker, den Wohlen im 19. Jh. hervorgebracht hat "Ein solches Leichenbegräbnis hat Wohlen noch nie erlebt....."

Wir gedenken aus Anlass des 150-jährigen Bestehens unserer Bezirksschule des ersten Präsidenten der Schulpflege und Schulfreundes und lassen Zeitgemäss den Verfasser von 1870 ausdrücken, was wir empfinden: "Er hat wenn irgendwie so hier ein unsterbliches Verdienst erworben, dass schönste Erbteil für die Nachkommen."

A. Wohler

Benutzte Literatur:
Heinrich Staehelin, Geschichte des Kantons Aargau, Band 2, 1978
Eduard Vischer, J.P. Bruggisser, in "Lebensbilder aus dem Aargau", 1953
Gustav Wiederkehr, Politische Bewegungen im Aargau zu Beginn der Regenerationsperiode, 1909
"Freiämterstimmen", Jahrgang 1870


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